Wo sind die schönsten Weingüter weltweit?

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Auf den Spuren der Winzer: Wo sind die schönsten Weingüter weltweit?

Ein Blick auf eine sanft geschwun­ge­ne Hügel­land­schaft, Reben in Reih und Glied, das Licht der Abend­son­ne glit­zert im Wein­glas – Wein­rei­sen haben einen ganz eige­nen Zau­ber. Es geht nicht nur um Geschmack, son­dern um Atmo­sphä­re, um Geschich­ten, die aus dem Boden wach­sen, und um Orte, die mehr sind als nur Pro­duk­ti­ons­stät­ten. 

Man­che Wein­gü­ter sind wie Kunst­wer­ke, ande­re wie Zeit­kap­seln. Und eini­ge davon zie­hen Besu­cher an wie ein Magnet aus Trau­ben und Ter­ro­ir. Wir wer­fen einen Blick dar­auf.

Von der Mosel bis nach Stellenbosch

Der Rhein­gau zeigt, wie spek­ta­ku­lär deut­sche Wein­kul­tur aus­se­hen kann – mit Schlös­sern, Steil­la­gen und Ries­lin­gen, die selbst fran­zö­si­sche Gau­men in Ver­le­gen­heit brin­gen. An der Mosel klet­tern die Reben fast senk­recht nach oben und lie­fern mine­ra­li­sche Wei­ne, die so prä­zi­se sind wie ein Schwei­zer Uhr­werk. Auch die Pfalz ist ein medi­ter­ra­ner Gar­ten mit Wein­fes­ten, bei denen das Glas nie leer bleibt.

In der Cham­pa­gne in Frank­reich liegt hin­ge­gen der Ursprung des edels­ten aller Schaum­wei­ne. Reims und Éper­nay beher­ber­gen wah­re Kel­ler­ka­the­dra­len, in denen gro­ße Namen wie Tait­tin­ger ent­ste­hen – in Krei­de­ge­wöl­ben, die nicht nur geschicht­lich beein­dru­cken, son­dern auch als UNESCO-Welt­erbe aus­ge­zeich­net sind. Wer das pri­ckeln­de Ergeb­nis die­ser lan­gen Tra­di­ti­on selbst erle­ben möch­te, kann ganz bequem online eine Fla­sche Tait­tin­ger Cham­pa­gner kau­fen

Süd­afri­ka schließ­lich bringt Son­ne, Wild­nis und Wein­ge­nuss zusam­men. Stel­len­bosch und das Hemel-en-Aar­de-Tal ver­bin­den Pinot Noir und Char­don­nay mit spek­ta­ku­lä­ren Aus­bli­cken, wil­der Natur und einem Hauch Safa­ri-Roman­tik.

Weingüter in Spanien, Italien und Frankreich gelten als besonders sehenswert

Wenn ein Wein­gut aus­sieht wie ein Raum­schiff, das sich ver­se­hent­lich in der Rio­ja-Regi­on nie­der­ge­las­sen hat, dann ist man bei Mar­qués de Ris­cal gelan­det. Ein schil­lern­der Bau von Frank Gehry mit­ten im tra­di­tio­nel­len Spa­ni­en – zwi­schen uralten Reb­stö­cken und moder­ner Archi­tek­tur, die Mut beweist. Hier wird seit dem 19. Jahr­hun­dert Wein gemacht, heu­te ergänzt durch ein Luxus­ho­tel und ein Restau­rant, das Ster­ne sam­melt wie ande­re Kor­ken.

Vie­le Hun­dert Kilo­me­ter wei­ter, in der Tos­ka­na, duckt sich das Antino­ri-Gebäu­de unter die Erde wie ein Geheim­ver­steck für Genie­ßer. Die Fami­lie Antino­ri macht seit mehr als 600 Jah­ren Wein – was sie nicht davon abhält, mit moder­ner Archi­tek­tur und kla­rer Lini­en­füh­rung ein Erleb­nis für Auge und Gau­men zu schaf­fen. Besu­cher gehen durch den Hang in den Wein­kel­ler, als stie­gen sie in ein unter­ir­di­sches Thea­ter der Aro­men.

Und dann gibt es die­se Wein­gü­ter, bei denen schon der Name aus­reicht, um Som­me­liers ehr­fürch­tig nicken zu las­sen. Roma­née-Con­ti in Bur­gund zum Bei­spiel – ein Ort, der Wein in homöo­pa­thi­schen Dosen pro­du­ziert, dafür aber auf Grand-Cru-Niveau und mit einer Aura, die sich kaum erklä­ren lässt. Oder Châ­teau d’Yquem, wo ein­zel­ne Bee­ren von Hand geern­tet wer­den und jede Fla­sche ein klei­nes Kunst­werk in flüs­si­ger Form ist.

Weinreisen mit Aussicht – wo Reben, Genuss und Landschaft perfekt harmonieren

Ein Wein­gut ist Erleb­nis­raum, Genuss­sta­ti­on und Ruhe­pol zugleich. Ver­kos­tun­gen sind längst kei­ne tro­cke­ne Theo­rie­ver­an­stal­tung mehr, son­dern eine Rei­se durch das Glas. Oft beglei­tet von Win­zern oder Som­me­liers, die nicht nur die Reb­sor­te her­un­ter­be­ten, son­dern gan­ze Geschich­ten erzäh­len.

Man­che Wein­gü­ter ser­vie­ren dazu gleich das pas­sen­de Menü. Regio­na­le Küche zwi­schen Reben und rus­ti­ka­lem Charme. Oder als Pick­nick direkt im Wein­berg, mit einem Glas in der einen und einem Zie­gen­kä­se­häpp­chen in der ande­ren Hand. Wer bleibt, kann in stil­voll ein­ge­rich­te­ten Wein­ho­tels über­nach­ten, oft mit Pool und Pan­ora­ma­blick.

Der Wein erzählt Geschich­ten. Und wer reist, um ihn zu ent­de­cken, hört sie nicht nur – er schmeckt sie auch!


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